Zwischen Theorie und (Arzt-)Praxis: Corina Hitz schafft den Spagat

Bild Corina Hitz Juventus Schule fuer Medizin

Die 25-jährige Corina Hitz ist schwer beschäftigt. An der Juventus Schule für Medizin doziert sie im Lehrgang Medizinische Praxiskoordinatorin. Darüber hinaus arbeitet sie in einer Hausarztpraxis und absolviert die letzten Module ihrer zusätzlichen Weiterbildung. Im Interview erzählt sie uns, wie sie das alles unter einen Hut bringt.

Frau Hitz, Sie haben direkt nach Ihrer Weiterbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin als Dozentin an der Juventus Schule für Medizin angefangen. Wie kamen Sie dazu?
Gleich nachdem ich meine Ausbildung im Dezember 2016 abgeschlossen hatte, suchten die Juventus Schulen per E-Mail Dozentinnen und Dozenten. Da ich mir das ganz gut vorstellen konnte, habe ich mich direkt beworben und wurde auch genommen.

Ein grosser Vertrauensbeweis.
Das stimmt. Es macht mich auch sehr stolz, dass ich direkt nach meiner Ausbildung unterrichten darf. Aber ich lerne auch noch weiter. Die Medizinische Praxiskoordinatorin in administrativer Richtung habe ich ja schon. Jetzt absolviere ich noch die fehlenden Module für die klinische Richtung.

Und dann arbeiten Sie auch noch zu 80 Prozent in einer Hausarztpraxis, wenn wir uns richtig informiert haben.
Ja, genau.

Wie schaffen Sie das?
Mir macht einfach alles sehr viel Spass – das Lernen genauso wie das Arbeiten in der Arztpraxis und als Dozentin. Ich denke, um dieses Pensum zu meistern, ist Freude an der Arbeit eine hilfreiche Voraussetzung. Natürlich bin ich sehr beschäftigt, ich habe aber nie das Gefühl, dass es mir zu viel wird. Wichtig ist, dass man sich zwischendurch eine kleine Pause gönnt. So halte ich mir den Sonntag grundsätzlich frei.

Tun Sie etwas Bestimmtes für Ihren Ausgleich?
Ich treffe mich gerne mit Freunden oder unternehme etwas mit meinem Freund. Das gibt mir die notwendige Energie für die Woche.

Was liegt Ihnen mehr? Theorie oder Praxis?
Puh, das kann ich gar nicht sagen. Ich denke, dass mir besonders die Kombination Spass macht. So habe ich von allem etwas. Ehrlich gesagt, möchte weder meinen Job in der Arztpraxis, noch den als Dozentin missen – das ergänzt sich beides sehr gut.

Ist es nicht schwierig, so jung vor fast gleichaltrigen Lernenden zu stehen?
Ich denke, das hat Vor- und Nachteile. Einerseits kann es natürlich sein, dass sich manche denken, ich könne ihnen nicht viel beibringen, weil ich ja noch so jung bin. Andererseits habe ich bis vor kurzem selbst noch gelernt, bzw. lerne auch jetzt noch. Dadurch kann ich mich sehr gut in die Lernenden hineinversetzen. Das ist ein grosser Vorteil. Seit ich unterrichte, habe ich jedenfalls noch nie negatives Feedback aufgrund meines Alters bekommen.

Was macht für Sie guten Unterricht aus?
Dass er abwechslungsreich ist und es einen ständigen Austausch zwischen den Lernenden und der Lehrperson gibt. So kann auch ich noch einiges lernen. Ausserdem versuche ich, den Unterricht sehr praxisnah zu gestalten. Wenn möglich, gibt es bei mir zu jedem Theorieteil auch ein Praxisbeispiel, an dem die Lernenden selbst arbeiten können.

Was sind Ihre nächsten Ziele?
Als Dozentin möchte ich als nächstes ganz gerne auch in der Grundbildung zur Medizinischen Praxisassistentin tätig werden. Und auch in der Praxis möchte ich meine Kompetenzen weiter ausbauen und noch mehr Sprechstunden selbständig übernehmen.

Was können Sie den Lernenden mit auf den Weg geben?
Ich kann allen nur raten, sich weiterzubilden. Nicht stehen zu bleiben und sich immer wieder realistische Ziele zu setzen – das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre Zukunft!